Endlich

Früh morgens, bei Anbruch des Tages, das Licht sich langsam erhebt. Spechte Trommeln, der Gesang der Vögel aus allen Richtungen, Mir begegnet im Wald eine junge Mutter mit ihrem Säugling im Arm. Sie kommt aus der Tiefe des Waldes, in die ich gerade hineinlaufe. Ein weißes Tuch ist über den Kopf ihres Kindes gelegt. Behutsam wiegt sie ihr Kind im Gehen. Sie lächelt mich still und vertraut an. Ihre Augen sagen: Endlich, die Nacht ist vorbei!

Und darum laufe!

Freundlichkeit

Diese Sehnsucht nach Sinn, Bedeutung und Form, sie ist Ausdruck der Störung des in das Bewusstsein gestoßenen Kindes. Das ist der Zustand und zugleich der Weg des Menschlichen überhaupt. Wir beschreiten den Weg der Großartigkeit und steigen hinauf, der Sonne entgegen. In diesem Weg  bleibt etwas Vergebliches, denn die unschuldige Ganzheit ist über den Weg der Großartigkeit nicht wiederzuerlangen. Das genaue Gegenteil mag mich an mein Ziel annähern. Es ist das Lassen, das Empfangen, das Anerkennen. Anzuerkennen ist, dass es völlig unerheblich ist, an welchem Ort und ich welcher Unannehmlichkeit ich stehe. Einzig zählt, wie ich in diesem Moment davon lassen kann. Zu lächeln darin, es wäre schön. Freundlichkeit wäre ein Wert. Die Wärme des Herzens würde die Welt ein wenig erwärmen. All das ist möglich.

Und darum laufe!