Freundlichkeit

Diese Sehnsucht nach Sinn, Bedeutung und Form, sie ist Ausdruck der Störung des in das Bewusstsein gestoßenen Kindes. Das ist der Zustand und zugleich der Weg des Menschlichen überhaupt. Wir beschreiten den Weg der Großartigkeit und steigen hinauf, der Sonne entgegen. In diesem Weg  bleibt etwas Vergebliches, denn die unschuldige Ganzheit ist über den Weg der Großartigkeit nicht wiederzuerlangen. Das genaue Gegenteil mag mich an mein Ziel annähern. Es ist das Lassen, das Empfangen, das Anerkennen. Anzuerkennen ist, dass es völlig unerheblich ist, an welchem Ort und ich welcher Unannehmlichkeit ich stehe. Einzig zählt, wie ich in diesem Moment davon lassen kann. Zu lächeln darin, es wäre schön. Freundlichkeit wäre ein Wert. Die Wärme des Herzens würde die Welt ein wenig erwärmen. All das ist möglich.

Und darum laufe!

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Das Anhaften

Eben noch gestört von etwas, irritiert und umgewendet, nun ich es vermisse. Der Stille nun, den Nachhall gegenüberstelle. Die Stille nicht sein lassen kann, war doch die Störung, die Umwendung zu groß, fast vollkommen. In ihr ein kleines Licht des Ahnens: Sie auszuhalten, ist ein Weg, sie durch mich hindurch gehen zu lassen ist ein Weg. Doch eben Ahnung nur. Noch nicht verwirklicht. In jeder Grenzerfahrung eine Chance liegt. Die Chance, zu erfahren, dass ich selbst es bin, der diesen Grenzstrich zieht, ein ums andere Mal. Ich selbst es bin, der korrigiert. Ein ums andere Mal. Von der Schöpferkraft zu ahnen, nur dort draußen mir gelingt. Hinaus zu gehen, es also ist.

Und darum laufe!