Unerklärbar

Zu früh oder zu spät, abgehalten bin ich von beiden Zuständen gleichermaßen. Zu früh, weil ich noch nicht bereit bin. Weil ich noch müde bin von der Nacht. Weil ich noch voll bin von der Mahlzeit. Weil der Wald zu bevölkert ist von Menschen, die sich dort erholen. Zu spät, weil ich einer Ablenkung nach der anderen gefolgt bin. Zu spät, weil die Dunkelheit hereinbricht. Zu spät, weil die Kraft loszulaufen von mir in der Ablenkung vergeudet ist. Doch jetzt, auf des Messers Schneide, genau dort wo dieser eine Moment liegt, laufe ich los. Und es liegt etwas Geheimnisvolles in diesem Moment. Etwas Unerklärbares. Gegen alle Widerstände und Argumente laufe ich los. In dem Aushalten der Widerstände und der Widersprüche liegt eine große Kraft. Die ganze Welt ist gewandelt. Sie gerät in Bewegung.

Und darum laufe!

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Nebel

Ein Rufen, es schallt durch das Dunkel des Waldes, dem Signal eines dahintreibenden Schiffes in dichtem Nebel ähnlich. Ich  verharre. Ich fühle mich bedroht in der Tiefe meines Seins. In dem Nebel verfüge ich über keinen Anhaltspunkt, kein Seezeichen weist mir die Richtung. Nur dunkle Ahnung und Befürchtung. Und nun befrage ich mich nach dem Grund des Schweigens. Warum zieht sich die Welt zurück? Und noch bevor ich diesen Gedankenstrang zu Ende denke, erhebt sich ein weiterer Gedanke, parallel zu dem ersten. Zwei Stränge nebeneinander in Gleichzeitigkeit. Weil du nicht in der Lage bist, eine Antwort zu erfassen! Also doch, das Rufen, zu meinem Schutze verhallt es unerwidert.

Und darum laufe!

Sich vergeuden

Wegweiser und Wegmarken. Richtungen, von hier aus. Eine ist die des sich Vergeudens. Ihr entgegengesetzt die Richtung in der das Vergeudete liegt. Viel mehr als das liegt dort auf dem zurückgelegten Weg. Doch all das war nur erreicht über die Vergeudung. Es ist ein Loslassen darin. Denn es ist nur ein einziger Weg diesem einen Menschen möglich. Von einem Meister des Seins zu sprechen ist dem sicher angemessen. Von einer Kunst sogar. Es gibt keinen Vergleich und nie bist du, nie warst du, nie wirst du allein sein.

Und darum laufe!