Das Erbe

Es ist uns aufgetragen, unser Erbe anzunehmen. Wenn es uns verweigert wird, so ist uns aufgetragen, unser Erbe einzufordern. Dann ist uns aufgetragen, uns zu dem Erbe zu bekennen. Nicht ohne die eigene Position. Dann ist es zu tragen, es darin zu bewahren und zur rechten Zeit an unsere Nachfahren zu übergeben. Und so ist dort eine schier unendlich große Zahl an Vorfahren und eine schier unendlich große Zahl an Nachfahren. Ich bin der Punkt an dem diese beiden riesigen Trichter einander berühren. Mir erscheint das Bild einer riesenhaft großen Sanduhr. Ein Sandkorn bin ich in diesem Bild nicht. Ich bin die Öffnung, durch die der Sand gleitet. Darin bin ich vollkommen beschrieben.

Und darum laufe!

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Der Nebel

Mein blicken auf mich, auf mein Sein, ist stets vernebelt. Völlige Klarheit von mir  kann ich nicht haben.Das ist konstruktiv bedingt. Es ist uns so gegeben. Daran entwickeln wir unser Leben. Den Nebel zu lichten, ist die Aufgabe eines Lebens. Und nun sehe ich ein Loch in den Wolken. Dort unten erkenne ich eine Landschaft. Ich sehe eine Küstenlinie, ein Meer, auf dessen Oberfläche sich die Sonnenstrahlen brechen und ein Glitzern zurückwerfen. Schon ist die Wolkendecke wieder geschlossen und ich weiß nicht, wie lang ich überhaupt sah. Ich weiß nicht, was an gesehenem ich mit dem inneren Auge schaute. Ich weiß nicht, was ich an äußerem Sehen erinnere und was ich an innerem Sehen fortsetze. Doch das zu wissen ist nicht wichtig. Die Landschaft, das Meer, das Glitzern, das bin ich.

Und darum laufe!

Die Wunde

Ist es so, dass Du Deine Zeit damit verbrachtest, den Anschein zu erwecken, es würde Dir gut gehen, so lass es sein. Dort wo Dein Schmerz offenbart ist, ist der Schmerz gelindert. Nur die Offenbarung, das Zeigen der Wunde ist in der Lage Deinen Schmerz zu lindern. Zeige Dich Gerade denen, vor denen Du Dich in Scham verbirgst. Die, welche Du fürchtest, die Dich verurteilen, ihnen zeige Deine Wunde.

Und darum laufe!