Weißer Raum

Ein weißer Raum, der mich umgibt. Vollends weiß, unendlich sich erstreckend. Der Ursprung des Lichts, welches ihn erhellt, liegt in mir. Tief in mir. Eine Sphäre, einem Sterne gleich, im Meer von Sternen schwimmend. Ich schaue mich um und Reise an die Ränder dieses Raumes und leuchte weiterhin aus mir heraus. Ich sehe weiße Stoffe, Tücher, Laken, die mich blenden. Sie müssen wohl etwas beschatten. Ich nähere mich an. Ein Laken, es ist zum greifen nah. Es zu berühren ich nicht wage. Den Schatten, den es wirft, kann ich nicht sehen. Den Schatten, den es wirft, nun zu beleuchten, ich den Hinweis eines Menschen brauche. Das Laken abzuhängen, eines, dann ein nächstes, es erscheint so einfach und so nah.

Und darum laufe!

Geschlossene Augen

Mit geschlossenen Augen zu laufen ist möglich. Ich probiere es aus. Zehn, zwölf Schritte und mir wird schwindelig. Ich taumele, öffne meine Augen und orientiere mich neu. Ein ebener Weg, besser noch eine ebene Fläche, ohne Hindernis und ich könnte noch länger laufen, ohne zu blicken. Ich denke an eine Salzwüste, in der in alle Richtungen kilometerweit kein Hindernis mich behindern würde. Was für Zustände mögen in ihr möglich sein? Ganz bewusst und voller Vertrauen könnte ich mich dem Gefühl hingeben. Ich könnte meinen Geist befreien und ausrichten. Ich könnte überprüfen, was es ist, dass mich schwindelig werden lässt. Ein Rausch könnte es sein. Ein stundenlanger Lauf, ein Marathon mit geschlossenen Augen ist möglich.

Und darum laufe!