Quelle

Es betrübt die Quelle, wenn es nicht einen Menschen gibt, der sich auf den Weg macht, zu ihr zu gelangen. Geläutert ist das Meer über den Weg, den dieser eine Mensch auf sich nimmt, gereinigt der Fluß, klar und frisch der Bach, heilig das Wasser dort, wo es aus dem Boden tritt. Es ist der Weg bergan, immer entgegen, doch die Richtung ist hierin jederzeit klar. Auch einsam vielleicht, doch ungeteilt, ungespalten der Mensch mit jedem Schritt er sich und der Welt Unschuld wahrt.

Und darum laufe!

Langeweile

Das als langweilig bezeichnete, es mag ja eine wiederkehrende Sache sein. Und doch wirkt das Wiederkehrende in mich hinein. Das ist der als langweilig empfundene Moment. Ein Moment, der Unlust erzeugt, unangenehme Gefühle und den Wunsch nach Veränderung. Und die Veränderung liegt in weiter Ferne, sie ist nicht zu sehen, so scheint es. Stampfen, Laufen, Rascheln, Atmen und Licht. Schon in diesem, aus dem Moment heraus sich lösenden Gefühl der abklingenden Langeweile, die sich ja verflüchtigt, ohne dass ich tatsächlich bemerke, ist die Welt gewandelt. Eben denke ich noch, es sei Langeweile und schon springt sie mich an, die Farbe des Laubes auf dem Weg. Noch nie habe ich Farbe so gesehen. Noch nie die feinen Abstufungen, mit denen das Laub spielt, gesehen. Die Langeweile wirkt also in mich hinein und verfeinert meine Wahrnehmung. Die Whrnehmung von dem, was ja da ist, wie es eben war und nun nicht mehr Langeweile ist. In mir etwas sich wandelt, ganz unmerklich. Sie ist zu unrecht verachtet, die Langeweile, sie ist unterschätzt, die Langeweile.

Und darum laufe!