Wenn ich mit mir kämpfe, so kann ich gewinnen oder verlieren. Wenn ich mit mir Freiden schließe, so kann ich nur gewinnen.
Und darum laufe!
Wenn ich mit mir kämpfe, so kann ich gewinnen oder verlieren. Wenn ich mit mir Freiden schließe, so kann ich nur gewinnen.
Und darum laufe!
Militärische Ausbilder wissen um die Bedingungen des Krieges und sind Experten darin, Menschen vorzubereiten. Menschen sollen bestehen können. Und sie wenden Techniken an, die von den Auszubildenden vielleicht überhaupt nicht erkannt werden. Die Wirksamkeit dieser Techniken zeigt sich nicht, sie wird nicht offenbart. Doch ihre WIrksamkeit ist gegeben. Und hier ist eine dieser Techniken: Das Singen während des Laufens. Ganz unabhängig von dem Inhalt eines Liedes, von Rhythmus und Melodie wird über den Gesang der Atemrhythmus einer Gruppe synchronisiert. Ein Wechselgesang – Etwas wird wird vorgesungen, dann von der Einheit, der laufenden Gruppe nachgesungen. Das Singen beim Laufen führt dazu, dass die Ausatmung der laufenden Menschen stimmhaft wird und in ihrer Dauer der Liedzeile zu folgen hat. Nun, in dem laufenden Zustand, der ja auch beschleunigt werden kann, kann der Einzelne an die Atemnot herangeführt werden. Und der Einzelne hat zu laufen, er hat die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Viele Schritte werden also aussingend vollzogen ohne einatmen zu können. Dies ist eine überlieferte Trainingsmethode. Die Atemnot wird herbeigeführt und sie wirkt stärkend. Doch was, so stellt sich mir die Frage, wird getan, von wem, um Menschen auf den Frieden vorzubereiten? Wer also weiß um die Bedingungen des Friedens und die Vorbereitung von Menschen, um im Frieden bestehen zu können?
Und darum laufe!
Ich denke und ein Rabe antwortet mir. Ich überdenke und ein Eichelhäher warnt mich eindringlich.Mein Überdenken war kriegerisch und ich erkenne, nur mir selbst zu schaden mit der Eröffnung eines Krieges, den ich vielleicht gewinnen würde. Ich verspreche also den friedlichen Weg zu nehmen. Ich verspreche sanft und gewährend zu sein und ein sirrender, schwingender Ton eines mir unbekannten Vogels antwortet mir. Den Vogel nicht zu kennen, ist gut. Er soll mir in Zukunft die Erinnerung schenken, mich einmal zur Sanftheit bekannt zu haben. Wieder und wieder nehme ich später seinen sirrenden, schwingenden Ruf wahr. Geheimnis, Erinnerung und Bestätigung des einmal getroffenen Entschlusses, zum Frieden mich zu bekennen. Immer und immer wieder benötige ich diesen Ruf, um mich zu erinnern.
Und darum laufe!
Was, wäre alles erreicht, für alles gesorgt, alles verwirklicht, alles realisiert? Die Frage, die in den Kern des Friedens mündet.
Und darum laufe!