Beständig

Ein aus sich selbst heraus beständig auf sich herabregnender Mensch. Ich beobachte einen zum Wasser hinabgeneigten Menschen. Er hockt an einem kleinen Wasserfall des Baches. Er streckt seine Hand unter das herabströmende Wasser und fängt es in seiner Handinnenfläche auf. Dann wirft er es mit einem Schwung fort. Und so wirft er das Wasser durch die staubig, trockene Luft des Waldes. Erst in die vier Himmelsrichtungen, um es dann hinter sich zu werfen. Die im Bogen fliegenden, in den Sonnenstrahlen blitzenden Wassertropfen regnen auf ihn selbst herab. Dunkle Flecken erscheinen auf seinem Rücken, als wäre dies der Sommerregen, der in dicken Topfen sich zeigt. Er regnet auf sich herab, bis sein Hemd völlig durchnässt ist. Ich kenne dieses Gefühl der völligen Durchnässtheit von Tagen, an denen aus dem Sommerregen ein brausender Guss wurde. An denen das Wasser den Rücken hinab zu den Beinen lief, die Beine hinab, hinein in meine Schuhe. Und der Läufer steht auf, dreht sich von dem Wasserfall weg, dem Weg entgegen. Er setzt an und läuft weiter. Ein aus sich selbst heraus beständig auf sich herabregnender Mensch. Und der Läufer, das bin ich.

Und darum laufe!

Einsamkeit

Ich bin allein, ganz allein. Die Dämmerung taucht den Wald in ein dunkles Oliv und bald schon in ein von grauen Schemen durchzogenes Schwarz. Ich bin allein, so sehr, dass es mich ängstigt, bedrückt und deprimiert. Und je näher ich mich der völligen Dunkelheit annähere, umso einsamer fühle ich mich. Ich laufe hier, wie ein Tropfen Wasser, der durch die Luft fliegt, auf dem Weg zu der Vereinigung mit dem Ozean, aus dem er entstammt. Je näher ich mich der Vereinigung annähere, umso stärker nehme ich dieses Gefühl der Einsamkeit wahr. Und so bin ich radikal und rein, klar und ausgerichtet. Das also bin ich, ein Tropfen Wasser, der schon bald im Ozean aufgehen wird. Und ich kenne das Gefühl, aus dem heraus ich geboren wurde. Ich erinnere die Kraft der Welle, die an die Küste anbrandete. Ich erinnere die Kraft, durch die ich herausgeschleudert wurde. Und ich kenne die Weite, aus der heraus die Welle sich erhob. Die Weite, zu der ich zurückkehren werde.

Und darum laufe!