Geschenk

Ein kühler Morgen. Licht strömt in mich ein. Ich atme es wieder aus. Über meine Lungen, Luftröhre, Nasenhöhle, Nase und schließlich die Nasenöffnung. Es ist das Licht des Waldes. Feucht, gesättigt, dampfend und schwer. Ich bleibe stehen auf einer Lichtung und neige mich dem Licht entgegen. Mein Gesicht ist kalt. Ich reibe meine Hände, bis sie warm werden und lege die Handinnenflächen auf meine Augen. Jetzt öffne ich meine Augen und blicke in meine Handinnenflächen. In das Dunkel. In die Abgeschirmtheit und darüber hinaus direkt in das Licht der Sonne. In ihren Kern, ihre Ausdehnung, das züngelnde Spiel ihrer Eruptionen, in ihr Wesen. Teilchen des Sonnenwindes beobachte ich, wie sie in mich eindringen. Wellen, die mich umspielen, mich umfassen. Ein Geschenk, so denke ich. Nimm es an!

Und darum laufe!