Gezwungen

Dort, wo es keinen Raum mehr gibt, in den hinein ich mich verströmen kann, wo es keine Möglichkeit, keinen Weg mehr gibt, dort transzendiere ich mich selbst. Es ist das stehende Gewässer, dessen Niveau sich völlig dem Terrain angeglichen hat. Nun also erkenne ich: Es war schon immer so, ich war nur noch nicht bereit das anzusehen und es anzunehmen. Ich versickere also und zugleich verdunste ich, sodass nur noch an des Gewässers Rand Spuren verbleiben, die von dem vergangenen Niveau zeugen und von der Unreinheit des Wassers. Ringe um das Spiegelnde der Oberfläche herum gelegt, die sich in dem Absinken und dem gleichzeitigen Aufsteigen kristallisieren. Ringe, die die Zeitspanne der Auflösung dokumentieren. Spuren von dem, was in Ihrem Zentrum einmal war, dem Meer welches mich bezeichnet. Spuren nur. Dies mag traurig erscheinen und doch ist es der Weg: Sich zu ergießen in aller Kraft, sich zu sammeln in der vorherbestimmten Form, der Landschaft der Seele und sich zu transzendieren, zu versickern und zu verdunsten. Welch Schönheit darin.

Und darum laufe!

Schönheit

Der eine Traum also, nun vor mir schwebend, ist er doch vor einer Weile bereits von mir geträumt. Und nun gesellt sich zu ihm eine Frage, ebenso vor mir schwebend in dem Raum, in den hinein ich nun gerade laufe: Was wäre, wäre ein jeder von mir jemals geträumte Traum, so wie der der letzten Nacht über Zeit und Raum hinweg erinnerbar? Was wäre, würde in einem von mir zu bereitenden mentalen Raum ein Traum eintreten können, den ich vor Jahren einmal geträumt habe? Ohne dabei in irgendeiner Weise verblasst zu sein? Was wäre, könnte ich diesen Vorrat, dieses Reservoir an Träumen beliebig hier hinein projizieren in diesen mentalen Raum? Zudem: Was wäre, könnte ich in diese Vielzahl an Träumen eingreifen und sie verändern, sie umschreiben, sie neu gestalten, in Schönheit?

Und darum laufe!