Einsamkeit

Ich bin allein, ganz allein. Die Dämmerung taucht den Wald in ein dunkles Oliv und bald schon in ein von grauen Schemen durchzogenes Schwarz. Ich bin allein, so sehr, dass es mich ängstigt, bedrückt und deprimiert. Und je näher ich mich der völligen Dunkelheit annähere, umso einsamer fühle ich mich. Ich laufe hier, wie ein Tropfen Wasser, der durch die Luft fliegt, auf dem Weg zu der Vereinigung mit dem Ozean, aus dem er entstammt. Je näher ich mich der Vereinigung annähere, umso stärker nehme ich dieses Gefühl der Einsamkeit wahr. Und so bin ich radikal und rein, klar und ausgerichtet. Das also bin ich, ein Tropfen Wasser, der schon bald im Ozean aufgehen wird. Und ich kenne das Gefühl, aus dem heraus ich geboren wurde. Ich erinnere die Kraft der Welle, die an die Küste anbrandete. Ich erinnere die Kraft, durch die ich herausgeschleudert wurde. Und ich kenne die Weite, aus der heraus die Welle sich erhob. Die Weite, zu der ich zurückkehren werde.

Und darum laufe!