Leicht

Es ist ganz leicht, besteht mein Leben doch hauptsächlich im Hemmen der Energie, die in mich hinabsinken kann und möchte, oder in mir aufsteigen kann und möchte. Es ist möglich, doch nur ganz leicht und die Energie, sie ist ganz leicht, fein und alles an Willen, Zorn, an Anspruch, an Erwartung muß sie vertreiben und ich bleibe materiell. Die Energie ist fein, ganz leicht und doch umfassend, vereinend, allmächtig und sie wirkt auch dem, dem nur ein Tropfen einzuladen gelingt. Und der nächste Moment bleibt mir möglich, der nächste Tropfen.

Und darum laufe!

Der Wechsel

Mein Laufen ist Teil von etwas Anderem. In dem Bestehenden realisiere ich das Laufen. Es ist ein wenig mit einer Mühe verbunden und immer begegne ich einem inneren Widerstand. Den Widerstand zu überwinden, kostet mich etwas. Doch die Belohnung ist mir gewiss. Der Widerstand steht immer zwischen dem Einen und dem Anderen. Das Laufen und das Sein. Das Laufen ist eingebettet. Es hat seinen festen Platz. Eine Art Routine ist etabliert. Ein bestimmter Wochentag, diese oder eine andere Strecke, am Morgen oder am Abend. Jetzt erhöhe ich die Frequenz, ich laufe häufiger als jemals zuvor. Die Tage, an denen ich laufe, nehmen zu. Die anderen nehmen ab. Ich gewinne eine andere Perspektive und das Eine und das Andere stehen in ihrer ausstrahlenden Energie einander gleichberechtigt gegenüber. Die Kraft des Laufens strahlt aus hinein in den Bereich des Nicht-Laufens. Nun lasse ich das Nicht-Laufen zu einem Teil des Laufens werden. Und alles ist gewandelt. Andere Gesetze gelten. Das ist wohltuend. Wie leicht das ist!

Und darum laufe!