Himmelblau

Ein Gehirn, welches in einer Sache sich übt, wird darin gut werden, diese Sache zu tun. Wir formen unsere Gehirne und wenn es unser Wille ist, wenn sich der Wille in einer Praxis manifestiert, so wird sich das Gehirn weiterentwickeln in der Ausübung der von uns angestrebten Funktion. Sie kann alles sein. Das Feld ist weit. Und so kann ein Gehirn beauftragt sein, zu durchdenken, was an Erscheinungen und Erlebnissen sich anbietet. Oder aber es kann beauftragt sein, von dem planhaft durchdachten Abstand zu nehmen und Stille zu werden. Mit der Trennung von Ich und Du aufzuhören und in die Einheit zurückzufinden, das könnte eines Gehirnes Auftrag sein. Oder aber hin und her zu oszillieren zwischen den Zuständen des Bedenkens und des Lassens und dem schweifenden Blick aus erhabener Position über dies alles. Zuletzt natürlich, unbewusst zu werden und diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Für eine Weile vielleicht.

Und so strömen Blätter an mir vorüber, es gibt keine Frage zu klären. Über mir das Himmelblau, das zu verstehen neu mir nun gelingt. Der Bach in seinem Falle rauscht, seit wieviel Jahren schon? Es nicht wissen zu müssen, genügt.

Und darum laufe!

Das Rauschen des Baches

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Das Rauschen des Baches, das Plätschern und das Stürzen des Wassers über einen gelösten Fels, einen darin verkeilten Baumstamm. Ich verweile und verstehe, an diesem Ort rauscht der Bach zu jeder Zeit. Sein Rauschen begleitet den Tag und die Nacht, denn es ist ohne Ende, solang der Bach Wasser führt. Und so wie es ohne Anfang ist, erkenne ich diesen Ort als einen mit der Quelle und dem Meer verbundenen. Und ganz sicher ist die Verbindung eine noch darüber hinaus reichende. In ihr ist alles eins: Quelle, Bach, Ozean und noch viel mehr. Das alles erzählt dieses Rauschen hier an diesem Ort. Mal in drängender Kraft, mal sanft und leise.

Und darum laufe!