Natur

Die Dürre geht über das Land, Bäume sterben, versengte Erde. Endlich kehrt der Regen zurück und ich atme auf. Der feste aufgerissene Boden wird wieder weich und all die Samen im Staub sprießen, als stünde ein Sommer erst noch bevor. Und es regnet, stet und kühl. Tropfen auf meiner Nase. Schirmende Bäume und ein vorsichtig anschwellender Bach. Und der Regen zu mir spricht: Nicht die Natur betrauerst du. Eher ist es die Kultur der Naturbetrachtung, die du, einmal lieb gewonnen, nun glaubst der Dürre opfern zu müssen. Doch die Dürre ruft dich auf, beweglich zu werden, dich zu verändern. Zu laufen, weiter und weiter. Wandel, Wachstum, Evolution. Was bist Du, wenn nicht Natur?

Und darum laufe!

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