Eine Flasche springt, nachdem sie mir aus der Hand geglitten ist. Robustes Glas, ungünstig gefallen, zerborsten, obwohl der Weg weich vom Regen, ganz ohne Steine. Ich bin erstaunt. Was habe ich gedacht in diesem Moment? Ich bin Ungeschickt, weil gedankenverloren, denke ich nun. In welchem Zustand bin ich hierhergelangt? Und ich ahne von allem Möglichen, welches sich ereignen mag, weil ich belegt bin mit Gedanken. Unfrei und eng. Ich bin belegt mit dem Bedenken und ich weiß, dass ich in Gefahr bin. Eben noch wollte ich einen Schluck von dem Wasser nehmen und nun sind dort nur noch Scherben in meiner Hand. Scherben und die Dämonen hinter mir, wie die Hunde eines selbst gehetzten Läufers, den ich hinter mir atmen hören kann. Ich könnte doch stehenbleiben! Endlich aufhören, aufgeben und annehmen, was immer passieren mag. Mich umdrehen und ansehen, was mich vor sich her treibt. Doch das ist das Schwierigste von Allem. Es ist das Schwierigste, anzusehen, was in mir dort ist. Was mich bedroht, aus mir heraus. Ansehen genügt, sage ich immer wieder. Und doch laufe ich weiter. Laufe mit den Scherben in der Hand.
Und darum laufe!