Die linke Hand

Die linke Hand, in ihrem Griff ein paar Teile des Mülls, der von dem Weg aufgelesen ist. Sie könnte zu einem Zeichen werden. Zu einem Zeichen für die entgegenkommenden Läufer. Wortlos, ohne Appell. Ohne moralische Überhöhung. Einfach ein Zeichen. Zudem ist sie ein Zeichen für mich selbst. An mich selbst gerichtet. Es wirkt in mich hinein. Und ich bin berauscht von dem Mut, der in dieser Tat liegt. Eine Handlung, in der ich mich selbst zum Ausdruck bringe. Einfach deshalb, weil es möglich ist. Weil ich hier laufe, weil ich mich verantwortlich fühle. Ich ermächtige mich selbst, mich verantwortlich zu fühlen. Ohne eine übergeordnete Organisation. Ohne irgendeine Zugehörigkeit. Ich scheue mich nicht, darin sichtbar zu werden und halte es aus, gesehen zu werden. Es ist ein Ausdruck der persönlichen Freiheit. Welch ein Genuß.

Und darum laufe!

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